SchwackeMarkenMonitor 2013: Händlerzufriedenheit ist insgesamt gesunken

SchwackeMarkenMonitor 2013: Händlerzufriedenheit ist insgesamt gesunken

  • Gewinner aus 28 Marken in fünf Kategorien stehen fest
  • Gesamtzufriedenheit ist auf Note 2,76 gesunken
  • Händler wünschen eine stärkere Beteiligung bei OEM-Entscheidungen sowie konkrete Hilfestellungen zur Absicherung der betriebswirtschaftlichen Tragfähigkeit im Handelsgeschäft

(Maintal/Frankfurt) Mercedes-Benz, Volkswagen, Skoda, Subaru und Porsche sind die Gewinner des diesjährigen SchwackeMarkenMonitors. Die aktuellen Studienergebnisse zur Händlerzufriedenheitsanalyse wurden heute in Frankfurt von Michael Bergmann und Prof. Dr. Reindl vom IFA-Institut bekanntgegeben. Der MarkenMonitor prämierte damit zum 16. Mal die Händlerzufriedenheit in fünf Hersteller-/Importeurkategorien. Neben der Gesamtzufriedenheit und der Zufriedenheit mit der Umsatzrendite werden insgesamt 28 weitere zufriedenheitsrelevante Kriterien der Hersteller-Händler-Beziehung dargelegt. Dabei hilft der Markenmonitor den Herstellern und Importeuren die individuellen Schwächen im Hersteller-Händler-Verhältnis aufzudecken und weist konkrete Handlungsempfehlungen auf.

In diesem Jahr sinkt die Renditezufriedenheit mit der Note 3,5 auf das Niveau der Krisenjahre 2008 (3,82) und 2009 (3,62). Als Grund für den drastischen Rückgang mit den erzielten Renditen werden in den Studienergebnissen der wirtschaftliche Druck und die sinkenden Absatzzahlen genannt. Der 16. SchwackeMarkenMonitor, der – wie in den vergangenen Jahren – ein gemeinsames Forschungsprojekt von Schwacke in Zusammenarbeit mit dem Geislinger Institut für Automobilwirtschaft (IFA) darstellt, wurde in der Frankfurter Klassikstadt von Michael Bergmann und Prof. Dr. Reindl präsentiert. Bewertet wurden insgesamt 28 Merkmale aus über 1.000 Händlerinterviews. Neben der Analyse und Auswertung von Negativbeurteilungen, hat sich die Studie besonders mit den Sonderthemen Management neuer Medien, Profitabilität und Renditezufriedenheit sowie Markenimage und Händlerzufriedenheit befasst.

Volkswagen führt Premierensieg aus 2012 weiter fort

In der Kategorie „Deutsche Volumenhersteller“ belegt Ford (2,72) knapp den zweiten Platz, Opel (2,81) erreicht lediglich den dritten Platz. Im Vergleich zum Vorjahr haben die Fabrikate jedoch spürbar an Punkten verloren. Volkswagen konnte den Sieg aus 2012 auch in diesem Jahr mit der Note 2,37 sichern. Die Rubrik „Produkt und Marke“ wird von VW mit Abstand angeführt (1,67). In punkto Vertriebspolitik hat sich VW sogar geringfügig um 0,04 Punkte verbessert.

Mercedes-Benz ist wieder Nummer 1 unter den Premiumherstellern

Der Stuttgarter Premiumhersteller hat BMW abgelöst: Mit dem Gesamtergebnis von 2,32 führt Mercedes-Benz in vier von fünf Rubriken die Fabrikatsgruppe der Premiumhersteller an und ist der einzige Premiumhersteller mit gesteigerter Gesamtzufriedenheit. Lediglich in der Kategorie „Produkt und Marke“ setzt sich BMW an die Spitze (1,64), verliert jedoch beim After Sales, beim Gebrauchtwagenbereich, bei der Netzpolitik und der Zusammenarbeit mit dem Händler an Zufriedenheit. Somit fällt Vorjahressieger BMW 2013 auf den dritten Platz (2,54) hinter Audi (2,42) zurück.

Skoda sichert sich den Sieg – Seat ist Aufsteiger bei den großen Importfabrikaten

Bei den großen Importfabrikaten kann sich Skoda vor Toyota durchsetzen. Mit leicht gesunkener Zufriedenheit (2,45) verbessert sich der Hersteller im Vergleich zu 2012 von Platz zwei auf die Poleposition. Toyota gibt sich mit ebenfalls gesunkener Gesamtzufriedenheit (2,54) mit dem zweiten Rang geschlagen. Hyundai (2,74) verteidigt weiterhin den dritten Platz, hat aber gegenüber 2012 an Boden verloren. KIA hat in diesem Jahr den Weg in die Kategorie der großen Importfabrikate gefunden und hat gleich den fünften Platz gesichert – allerdings mit 3,01 anstelle 2,78 (2012).
Peugeot kann den vierten Platz aus 2012 nicht halten und belegt mit gesunkener Händlerzufriedenheit den sechsten Platz. Nissan und Fiat teilen sich den siebten Platz.

Subaru bleibt verlässlicher Erster

Die Kategorie der „Kleinen Importfabrikate“ wird von Subaru (2,39) trotz leichtem Rückgang der Zufriedenheit dominiert. Die Plätze zwei und drei werden an Suzuki (2,66) und Mitsubishi (2,77) vergeben, die sich auch im letzten Jahr unter der Top 3 wiederfanden. Volvo und Mazda bilden das Mittelfeld, wobei Mazda mit der Note 2,88 einen Aufwärtstrend zu verzeichnen hat. Neueinsteiger dieser Gruppe ist Dacia und überrascht mit einer stärkeren Händlerzufriedenheit als der große Bruder Renault. Honda und Chevrolet müssen sich mit den letzten Plätzen anfreunden. Insbesondere Chevrolet kann mit -0,35 Punkten die positive Vorjahresbilanz nicht halten.

Porsche bleibt stabil und darf die Krone 2013 weiter tragen

Eine stabile Zufriedenheit (2,22) belohnt Porsche mit dem ersten Rang unter den Nischenfabrikaten. Die Überraschung aus 2012 positioniert sich auch in diesem Jahr solide auf dem zweiten Platz (2,43): smart. Lediglich Mini verliert an Zustimmung und fällt von 2,31 auf die Note 2,52 zurück. Bei der Renditezufriedenheit schneidet Mini schlecht ab (3,95) und verliert am meisten innerhalb der Gruppe (-1,47).
Der Gruppensieger Porsche wird vor allem durch das Markenimage (1,22), die Modellpolitik (1,35) und die Produktqualität (1,65) belohnt. “Historisch” negativ bewertet wird hingegen die Renditesituation mit 3,09 (-0,96).

Impressionen

Weitere Informationen finden Sie unter: www.schwackepro.de/markenmonitor

 

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